(NOT A) COMMON GROUND / IF THE BONES COULD SPEAK

2026

von Liz Rech & Camissa Create

13–16 August 2026 Baakenhafen Hamburg

Der ortsspezifische performative Walk (NOT A) COMMON GROUND/ IF THE BONES COULD SPEAK setzt sich mit dem Hamburger Baakenhafen als wichtigem postkolonialem Gedenkort auseinander. Widersprüchliche kollektive Erinnerungen werden wechselseitig geteilt und kommentieren sich gegenseitig. (Teil-)Reenactments, Installationen und performative Interventionen machen die Kolonialgeschichte sichtbar und bilden ein performatives Gegen-Denkmal, das unterschiedliche Perspektiven auf diesen Erinnerungsort eröffnet. Ein besonderer Fokus dabei liegt auf der politischen Inszenierung, die die Verabschiedung der sogenannten „Schutztruppen“ am Baakenhafen begleitete, die kurz später unter dem Kommando von Lothar von Trotha im heutigen Namibia (damals „Deutsch-Südwestafrika“) einen Genozid an den Volksgruppen der Herero und Nama verübten.

Im Rahmen einer gemeinsamen künstlerischen Recherche kooperieren Liz Rech und (NOT A) COMMON GROUND mit dem multidisziplinären Performance-Projekt IF THE BONES COULD SPEAK (unter der Leitung von Luke De Kock), einer südafrikanisch-namibischen Koproduktion von Camissa Create. IF THE BONES COULD SPEAK folgt der Spur der human remains, die während der deutschen Kolonialzeit und der darauffolgenden Apartheid aus dem südlichen Afrika verschleppt wurden und von denen viele noch immer in europäischen und südafrikanischen Institutionen aufbewahrt werden. Durch Performance und Klanginstallation sowie die Verbindung von historischer Forschung, oral history und dem Austausch mit betroffenen Communities hinterfragt das Projekt hegemoniale Narrative der Restitution und rückt die Perspektiven der betroffenen Gemeinschaften ins Zentrum.

(NOT A) COMMON GROUND / IF THE BONES COULD SPEAK lädt dazu ein, sich neue Formen der transnationalen Aufarbeitung vorzustellen. Verschiedene Orte am Baakenhafen werden im Rahmen eines gemeinsamen performativen Walks mit dem Publikum abgelaufen. Das Projekt überführt beunruhigendes Erbe und persönliche Geschichten in das öffentliche Gedächtnis der Stadt und eröffnet so einen Raum der unbehaglichen Gemeinsamkeit/en.

Artistic Concept: Liz Rech / Camissa Create
Participating Artists: Celina Abba, Ariane Andereggen, Glen Arendse, Memory Biwa, Cabañero, Lucy Campbell, Daniel Dominguez Teruel, Nikola Duric, Fahnenschwinger Konstanz e.V. (Svenja Freimoser, Alexandra Mennel), Ted Gaier, Heinrich Horwitz, Janis Jirotka, Luke De Kock, Kajan Luc, Robert Machiri, Trixie Munyama, Jameela Mupia, David Odiase, Haymich Olivier, Shield and Shine Special Forces, Liz Rech, Till Wolfer among others
Musical/Accoustic Staging Strategies: Daniel Dominguez Teruel
Artistic Research: Janis Jirotka
Head of Production: Anne Mager / Raé Classen
Production Assistant: Rbqa Renz
Assistant Director: Linda Lou Dierich-Matzke
Studio Assistant: Eva Rost
Public Relations: Immaculata Hiền Thơ Nguyễn
Design: Franziska Bergner, Nelson Kinalele
Technical Management: Felix Jung
Technical Assistant: Felipe González Castillón
Design floating objects: Till Wolfer
Horsework: Lene Husch (Abraxah)
Costume/Styling: Fridericke Becker
Costume Assistant: Jan Almstad
Community Outreach: Jameela Mupia
Awareness & Anti-discrimination Strategies: Saman Sarabi
Outside Eye for Decolonial art Production/Access coordination:Zwoisy Mears-Clarke
Accessibility Consultant: Kerstin Hagemann, KulturPerlen.hamburg
Photography: Maischa Souaga
Videography: Peter Ott

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